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Was ist Empathie?

Empathie ist die Fähigkeit und Bereitschaft, sich in andere hineinzuversetzen und einzufühlen.

In der Psychologie wird Empathie unterschieden in affektive (gefühlsbezogene) und kognitive (mentale) Empathie:

Affektive Empathie (= Mitgefühl)
bezeichnet die Fähigkeit, die Gefühle, Gedanken und Motive eines anderen Menschen wahrzunehmen. Dabei geht es um ein emotionales Verstehen des anderen Menschen auf Augenhöhe und ohne Handlungsimpuls.

Es wird angenommen, dass die Fähigkeit der Empathie über die sogenannten Spiegelneuronen möglich wird.

Beispiel


Ein Beispiel, um affektive Empathie anhand des Gähnens zu demonstrieren.

Frans de Waal, ein Zoologe und Verhaltensforscher, zeigt in seinen Versuchen, dass Affen anfangen zu gähnen, wenn sie es einen anderen Menschen oder Affen gähnen sehen. Selbst wenn es wie hier nur auf dem Bildschirm eines Smartphones ist.

Wie ist es mit dir, wenn du den Chimpanzen gähnen siehst?



end faq


Kognitive Empathie (= mentaler Perspektivwechsel)
bezeichnet die Fähigkeit, sich in einen anderen Menschen hineinzudenken und sich mental vorzustellen, wie die Welt aus der Sicht des anderen aussieht.

 

Was Empathie nicht ist


Mitleid (Gegenteil: Schadenfreude oder Häme) bezeichnet die eigene gefühlsmäßige Reaktion auf das Leiden eines anderen Menschen. Im Gegensatz zur Empathie fühle ich nicht, was der andere fühlt. Statt dessen lösen die Gefühle des anderen eigene Gefühle oder Gedanken aus.

Mitleid ist oft verbunden mit Positionen der Stärke (die Person, die Mitleid hat) und der Schwäche (die Person, die Mitleid benötigt), wodurch emotionale Distanz und unter Umständen ein Handlungsimpuls entsteht.

Sympathie (Gegenteil: Antipathie) bezeichnet eine spontane gefühlsmäßige Zuneignung, bei der ich jemanden mag, ohne ihn oder sie wirklich zu kennen.


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